Aufrufe: 0 Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 30.07.2025 Herkunft: Website
Richtantennen mit ihrer starken Richtwirkung und hohen Verstärkungseigenschaften haben sich als Schlüsselgeräte zur Lösung von Signalverlustproblemen in Tunneln herausgestellt. Sie funktionieren durch die folgenden spezifischen Mechanismen:
Richtantennen konzentrieren die Mikrowellensignalenergie in eine bestimmte Richtung (anstatt sie omnidirektional zu streuen). Durch die Nutzung einer hohen Verstärkung (normalerweise über 15 dBi) verbessern sie die Signaldurchdringung. An Tunneleingängen können diese Antennen Relaisknoten im Tunnel präzise anvisieren und Signale von Bodenstationen bündeln und in den Tunnel übertragen. Dies minimiert die Signaldämpfung, die während der anfänglichen Ausbreitung durch Hindernisse in der Tunnelwand verursacht wird. Selbst beim Auftreffen auf schwere Strukturen wie Beton und Felsen behalten die fokussierten Signale ihre ausreichende Stärke, um als zuverlässige Signalquelle für tiefe Tunnelabschnitte zu dienen.
In langen Tunneln arbeiten Richtantennen mit Relaisstationen zusammen, um eine „Signalrelaiskette“ zu bilden. Jede Relaisstation ist mit einem Paar Richtantennen ausgestattet, die auf benachbarte vordere bzw. hintere Relaisknoten zeigen und so eine gerichtete Signalübertragung und -verstärkung ermöglichen. Die nach vorne gerichtete Antenne empfängt beispielsweise Signale vom Tunneleingang oder vorgelagerten Relaisstationen. Nach der Verarbeitung durch Relaisgeräte überträgt die rückwärts gerichtete Antenne die Signale präzise an nachgeschaltete Relaisstationen. Dies sorgt für eine stabile Signalübertragung entlang der Tunnelachse, verhindert Energieverluste durch Diffusion und deckt somit tote Zonen ab, die herkömmliche Rundstrahlantennen nur schwer erreichen.
Tunnelwände, Schienen und andere Strukturen verursachen Signalreflexionen, die zu Mehrwegestörungen führen. Die schmale Strahlcharakteristik von Richtantennen (mit einer typischen Strahlbreite von ≤30°) reduziert den Eintritt reflektierter Signale aus Nichtzielrichtungen in den Empfänger und verringert so die Auswirkungen von Interferenzen. Gleichzeitig stellt die präzise Antennenwinkelkalibrierung (mit einer Fehlertoleranz von ±1°) sicher, dass der Empfänger nur Signale von direkten oder primären Reflexionspfaden erfasst, wodurch die Erfolgsraten der Signaldemodulation verbessert werden. Insbesondere in Kurven können Richtantennen mit verstellbaren Halterungen ihren Winkel an die Tunnelbahn anpassen und so eine stabile Signalverbindung aufrechterhalten.
In Tunneln eingesetzte Richtantennen zeichnen sich typischerweise durch eine Hochschutzkonstruktion aus. Ihre Gehäuse bestehen aus korrosionsbeständigen und schlagfesten Materialien (z. B. Edelstahl) und verfügen über die Schutzart IP65 oder höher, sodass sie Feuchtigkeit, Staub und Vibrationen im Tunnel standhalten. Darüber hinaus ermöglicht ihre optimierte Struktur einen stabilen Betrieb über einen weiten Temperaturbereich von -40 °C bis 70 °C. Dadurch wird sichergestellt, dass sie unter rauen Tunnelbedingungen konsistent Signalfokussierungs- und Übertragungsfunktionen ausführen und so eine zuverlässige Unterstützung für Kommunikationsverbindungen bieten.